Widerstand im Nationalsozialismus
Jakob Dautzenberg
Infos zu diesem Widerstandskämpfer
Geburtsdatum/-ort: 2. Februar 1897 in Würselen
Todesdatum/-ort: 20. August 1979 in Aachen
Zur Person und Art des geleisteten Widerstandes
1933 verlor Jakob Dautzenberg seine Stelle in der KPD. Danach wurde er bis 1934 in Untersuchungshaft
gesperrt. Nach seiner Freilassung arbeitete er als Former, errichtete aber danach in Aachen und Eschweiler eine
Widerstandsgruppe, die im August 1944 von der Gestapo aufgelöst wurde. Daraufhin wurde Dautzenberg mit 200
weiteren Mitgliedern verhaftet. Dautzenberg kam in das Konzentrationslager Neuengamme, wo an ihm gefährliche
Bazillenversuche durchgeführt wurden. Nachdem er schwer krank wurde, brachte man ihn ins Konzentrationslager
Bergen-Belsen. Im April 1945 wurde er von dort befreit und kehrte nach Haaren zurück. Durch die Versuche, die
an ihm vorgenommen wurden, waren sein Gesicht und Körper von Pilzen entstellt.
Kurzbiografie
Jakob Dautzenberg war Sohn eines Werkmeisters und erlernte den Beruf des Formers. 1912 wurde er Gewerkschaftsmitglied.
Zehn Jahre später wurde er Mitglied der KPD. In Haaren im Landkreis Aachen war er Gemeindevertreter. 1925 wurde er
zum Kreistagsabgeordneten gewählt. Von 1928 bis 1932 war Dautzenberg hauptamtlicher KPD-Sekretär in Aachen.
Noch in den selben Jahren war er bis 1930 Reichtstagsabgeordneter für die KPD. Nach 1932 wurde er im Anschluss
Parteisekretär in Köln.
Nach seiner Haftierung in den Konzentrationslagern, wurde Dautzenberg 1946 erneut in die KPD gewählt. Bis zum
Parteiverbot 1956 war er der Unterbezirksleiter im Ruhrgebiet. Nachdem er kurzzeitig als Rentner in Haaren lebte,
wurde er 1967 angeklagt. Ihm wurde vorgeworfen weiterhin für die illegale KPD zu arbeiten. Dautzenberg wurde vor
Gericht jedoch freigesprochen und trat ein Jahr später der DKP bei.
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