Widerstand im Nationalsozialismus
Gustav Dahrendorf
Infos zu diesem Widerstandskämpfer
Geburtsdatum/-ort: 8. Februar 1901, Hamburg
Todesdatum/-ort: 30. Oktober 1954, Braunlage
Zur Person und Art des geleisteten Widerstandes
Gustav Dietrich Dahrendorf war ein entscheidender Politiker der SPD und Konsumgenossenschafter, der sich früh gegen das NS-Regime engagierte. Er wurde während des Nationalsozialismus mehrfach inhaftiert und im KZ Fuhlsbüttel gefoltert. Er war Mitglied im Kreisauer Kreis und beteiligte sich an der Verschwörung des 20. Juli 1944, was zu seiner Verhaftung und Verurteilung durch den Volksgerichtshof führte.
Kurzbiografie
Gustav Dahrendorf trat 1917 in die freien Gewerkschaften ein und wurde 1918 Mitglied der SPD. Während der Weimarer Republik war er als Redakteur des SPD-Organs Hamburger Echo tätig und engagierte sich im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Nach dem Krieg war er maßgeblich am Wiederaufbau der SPD beteiligt und leistete bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Konsumgenossenschaftsbewegung in der Bundesrepublik. Als Vizepräsident des Wirtschaftsrates der Bizone setzte er sich für die wirtschaftliche Erholung Deutschlands ein und war ein Pionier im Verbraucherschutz, indem er die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände gründete.
Ehrungen
Gustav Dahrendorf wurde für sein Lebenswerk und seinen unermüdlichen Einsatz in der Politik und für den Verbraucherschutz mehrfach geehrt. Ihm wurde das Große Verdienstkreuz mit Stern verliehen, und in Hamburg-Rissen wurde eine Seniorenwohnanlage nach ihm benannt. Sein Engagement und seine Leistungen bleiben ein leuchtendes Beispiel für Engagement und Führung in schwierigen Zeiten.
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