Widerstand im Nationalsozialismus
Etkar Josef André
Infos zu diesem Widerstandskämpfer
Geburtsdatum/-ort: 17. Januar 1894, Aachen
Todesdatum/-ort: 4. November 1936, Hamburg
Zur Person und Art des geleisteten Widerstandes
Etkar Josef André war eine zentrale Figur im Widerstand gegen das NS-Regime und ein aktives Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Sein Engagement begann früh; nachdem er
sich von der SPD abwandte, trat er 1923 der KPD bei und wurde schnell ein führender Kopf innerhalb der Partei. Er war bekannt für seine Arbeit mit der Arbeitslosenbewegung in Hamburg
und spielte eine Schlüsselrolle in der Organisation der Arbeiterklasse gegen die wachsenden repressiven Maßnahmen der Nationalsozialisten​.
André war ebenfalls aktiv im Roten Frontkämpferbund, einer paramilitärischen Organisation, die sich dem Kampf gegen den Faschismus verschrieben hatte. Nach dem Verbot dieser Organisation durch die Regierung leitete André das "Kampfkomitee gegen das RFB-Verbot". Seine Tätigkeiten umfassten die Organisation von Streiks und Protesten sowie die Unterstützung politisch Verfolgter. Sein Mut und seine Entschlossenheit machten ihn zu einer herausragenden Gestalt im Hamburger Widerstand und brachten ihn schließlich ins Visier der Gestapo​.
Nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten 1933 wurde André verhaftet und unter unmenschlichen Bedingungen gefoltert. Trotz geringer Beweise gegen ihn wurde er aufgrund seiner politischen Aktivitäten und seiner führenden Rolle in der KPD zum Tode verurteilt und 1936 hingerichtet. Seine Hinrichtung löste internationalen Protest aus, und selbst unter extremen Bedingungen setzten sich die Gefangenen in Fuhlsbüttel mit einem Streik für ihn ein​.
Kurzbiografie
André wuchs in einer Familie auf, die durch frühen Verlust und Krankheit geprägt war, was ihn zu einem frühen Engagement für soziale Gerechtigkeit motivierte. Nach einer schweren Kindheit in Belgien, wo er zeitweise in einem Waisenhaus lebte, kehrte er nach Deutschland zurück und engagierte sich in der Arbeiterbewegung. Seine politische Laufbahn begann er in Belgien, wo er sich der Sozialistischen Partei anschloss und später in die KPD eintrat, nachdem er von der SPD enttäuscht war.
Als aktives Mitglied der KPD stieg André schnell auf und wurde zu einer Schlüsselfigur in der Hamburger Arbeiterbewegung. Sein Engagement führte zu seiner Verhaftung und Hinrichtung durch das NS-Regime, nachdem er sich gegen die Unterdrückung durch die Nationalsozialisten ausgesprochen hatte.
Ehrungen
Etkar Josef André wurde posthum vielfach geehrt. Sein Mut und seine Opferbereitschaft wurden mit Straßenbenennungen, Stolpersteinen und anderen öffentlichen Anerkennungen gewürdigt. In seiner Geburtsstadt Aachen sowie in Hamburg und vielen anderen Städten erinnern Gedenktafeln und Denkmäler an sein Wirken und seinen Einsatz für Freiheit und Gerechtigkeit.
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